Case Study · F.O.C.U.S.

Grenzenlos verkaufen — steuerlich und operativ sauber umgesetzt.

Zwei Marken, eine Shopware-Instanz, zwei Versandlager und drei Zielländer: Für GHS Shop und Wäscherutsche haben wir den Relaunch von Shopware 5 auf 6 umgesetzt und fachlich validierte Steuervorgaben in belastbare Bestell-, Fulfillment- und Dokumentenprozesse übersetzt.
GHS Shop und Wäscherutsche als zwei Sales Channels auf einer Shopware-6-Plattform
FFacts

Zwei Marken, ein System

OObjectives

Automatisieren mit Sicherheit

CConstraints

Warenweg bestimmt den Fall

UExecution

Migration ohne Datenbruch

SScaling

Performance für den Betrieb

Auf einen Blick
Kunde
GHS Shop / Wäscherutsche · Gerold Schmierer
Branche
Technische Hausausstattung
Plattform
Shopware 5 → Shopware 6.7.x
Architektur
2 Sales Channels · 1 Installation
Warenwirtschaft
Pickware
Märkte
Österreich · Deutschland · Schweiz
Fulfillment
Lager in AT · Streckengeschäft aus DE
Status
Weiterentwicklung nach Bedarf
Shopware 6.7Multi-Sales-ChannelPickwareReihengeschäftUmsatzsteuerlogikFulfillmentDATEVSendcloud
F

Facts— Zwei Marken, ein System

GHS Shop vertreibt Zentralstaubsauger und Zubehör, Wäscherutsche Systeme für den komfortablen Wäschetransport im Haus. Beide Marken werden vom selben Unternehmen betrieben — mit getrennten Produktkatalogen und eigenständigem Auftritt, aber auf derselben Shopware-Instanz, mit derselben Warenwirtschaft und einem gemeinsamen Lagerbestand.

Der Shopware-5-Bestand war technisch überholt und litt unter Performanceproblemen. Die gewachsene Plattform erschwerte Weiterentwicklung, Automatisierung und einen dauerhaft sicheren Betrieb. Der Wechsel auf Shopware 6 wurde deshalb als vollständige Shopware-Migration geplant: alle Produkte, Kunden, Bestellungen, Medien, Bewertungen, SEO-URLs und Dokumente mussten mit — bei laufendem Geschäft.

O

Objectives— Automatisieren mit Sicherheit

  • Zwei Shops effizient betreiben: getrennte Marken und Kataloge als zwei Sales Channels auf einer gemeinsamen technischen Basis.
  • Grenzüberschreitend korrekt abwickeln: B2C- und B2B-Bestellungen nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz mit belastbaren Bestell- und Dokumentenprozessen.
  • Warenwege abbilden: Versand aus dem österreichischen Lager und Streckengeschäft über einen Lieferanten in Deutschland innerhalb eines Systems steuern.
  • Manuelle Arbeit reduzieren: Shopware Flows und Rules nutzen, Pickware anbinden und wiederkehrende Abläufe automatisieren.
  • Zukunftsfähig betreiben: eine aktuelle Shopware-6.7-Plattform mit Stage, CI/CD, Monitoring, Logging und Backups etablieren.
C

Constraints— Der Warenweg gehört zur Bestelllogik

Die besondere Komplexität lag nicht in einem einzelnen Steuersatz. Entscheidend war das Zusammenspiel aus Liefer- und Rechnungsadresse, B2B oder B2C, USt-IdNr., Versandlager, Produkt und der Frage, wer die Warenbewegung veranlasst.

Beim grenzüberschreitenden Reihengeschäft stehen mehreren aufeinanderfolgenden Lieferungen nur eine Warenbewegung gegenüber. Diese Bewegung kann steuerlich nur einer Lieferung zugeordnet werden. Das österreichische Bundesministerium für Finanzen beschreibt dafür unter anderem die Bedeutung des transportveranlassenden Beteiligten und der verwendeten USt-IdNr.

Die steuerliche Bewertung selbst kam vom Kunden und dessen Steuerberatung. Unsere Aufgabe war, die freigegebenen Vorgaben technisch eindeutig umzusetzen. Sobald Produkte aus unterschiedlichen Versandlagern stammen, trennt das System den Vorgang in eigenständige Bestellungen. So lassen sich Warenweg, Auftragsbearbeitung und die in Shopware/Pickware erzeugten Dokumente konsistent je Lieferung behandeln.

Technische Beratung statt Steuerberatung

nuonic bewertet keine steuerrechtlichen Sachverhalte. Wir übersetzen die durch Kunde und Steuerberatung freigegebenen Regeln in prüfbare Shopware-Prozesse, Konfiguration und Individualsoftware.

2
Marken & Sales Channels
3
Zielländer
2
Versandlager
~8 Monate
Relaunch-Projektdauer

Execution

Ein Big-Bang-Go-Live — ohne Bruch im laufenden Geschäft.

U

Execution— Migration, Prozesse und zwei Storefronts

Nach rund acht Monaten ging die neue Plattform 2024 in einem Big Bang live. Das Design und die Kategoriestruktur kamen vom Kunden; nuonic setzte beide Storefronts auf Basis von ThemeWare um und verantwortete die technische Konzeption, Entwicklung, Migration und Inbetriebnahme.

  • Vollständige Datenmigration: Produkte, Kundendaten, Bestellungen, Medien, Bewertungen, SEO-URLs und historische Dokumente von Shopware 5 auf 6 übertragen.
  • Zwei Sales Channels: getrennte Kataloge und Markenauftritte, aber eine Installation, ein Pickware-System und ein gemeinsamer operativer Datenbestand.
  • Eigene Prozesslogik: Custom Plugin plus Shopware-Konfiguration für Bestelltrennung, angepasste USt-IdNr.-Verarbeitung und eigene Dokumente.
  • Commerce-Stack integriert: Pickware, Produktkonfigurator, Suche, PayPal, DATEV, Sendcloud und KlickTipp zusammengeführt.
  • Qualität im laufenden Betrieb: fachliche Abnahme mit dem Kundenteam und dokumentierte Grenzfälle in Confluence.
  • Automatisierter Betrieb: Stage-System, CI/CD-Pipeline, Monitoring, Logging und automatische Backups ab Go-Live.

Komplexität entsteht im Einzelfall

Nicht die reine Zahl der Bestellungen entscheidet über die technische Herausforderung. Warenweg, Versandlager, Zielland, Kundentyp und USt-IdNr. können für jede Bestellung einen anderen Prozess auslösen — zuverlässig abgebildet auf einer gemeinsamen Plattform.

Scaling & Hosting

Aktuelle Software braucht eine Plattform, die unter Last mitgeht.

S

Scaling— 68 Prozent bessere TTFB nach dem Hosting-Umzug

2026 zog nuonic beide Sales Channels auf die eigene Shopware-Hosting-Plattform bei mittwald um. Shopware, Datenbank, OpenSearch, RabbitMQ, Worker und E-Mail-Hosting laufen seitdem auf der von nuonic betriebenen Umgebung innerhalb der Managed Platform von mittwald.

Der Auslöser war vor allem die träge Performance im Shopware-Admin. Vor und nach der Migration haben wir die Umgebung mit einem eigenen Benchmark reproduzierbar vermessen. Die Ergebnisse sind auch in der gemeinsamen Case-Study von mittwald dokumentiert:

  • Frontend-TTFB: im Durchschnitt von 177 ms auf 56 ms — 68 Prozent schneller.
  • Durchsatz unter Last: von rund 58 auf 176 Requests pro Sekunde — etwa verdreifacht.
  • Skalierung: lineare Leistungsentwicklung statt frühem Performance-Plateau.
  • Migration: nächtliche Umschaltung mit weniger als zehn Minuten Downtime.
  • Alltagseffekt: ein deutlich schnelleres Backend für die laufende Shop-Pflege.

Die Plattform wird weiterhin auf Shopware 6.7.x aktuell gehalten und nach Bedarf weiterentwickelt. Bessere Performance unterstützt zugleich die technische SEO-Basis; Flows und Rules machen neue Automatisierungen leichter als im früheren Shopware-5-System.

Hosting in Zahlen
Frontend-TTFB
Ø 177 ms → 56 ms
Throughput
58 rps → 176 rps
Downtime beim Umzug
< 10 Minuten
Plattformbetrieb
nuonic auf mittwald Managed Platform
Shopware-Version
6.7.x · stets aktuell
mittwaldContainer HostingOpenSearchRabbitMQWorkerPerformanceMonitoring
Vier Rollen, ein Team

Von der fachlichen Vorgabe bis zum schnellen Betrieb.

Die Zusammenarbeit endet nicht mit dem Relaunch: nuonic begleitet GHS Shop und Wäscherutsche seit 2024 durch Weiterentwicklung, Plattformbetrieb und neue Anforderungen.

Strategist

Fachvorgaben in umsetzbare Prozesse übersetzen.

Architect

Zwei Marken, Lager und Warenwege in einem System ordnen.

Builder

Migration, Theme und Custom Plugin zuverlässig liefern.

Operator

Hosting, Updates und Weiterentwicklung langfristig tragen.

Den Alex und den Ben kenn ich mittlerweile gut, und ehrlich gesagt arbeite ich mit den beiden lieber als mit jeder Agentur, die ich vorher hatte. Wir haben zusammen den Umstieg von Shopware 5 auf 6 gemacht – aber das Beste ist, dass danach nicht Funkstille war. Ich hab zwei Shops, den GHS Shop und die Wäscherutsche, verschiedene Versandwege, und ich verkauf auch über die Grenze. Das ist nicht immer ganz ohne. Egal womit ich ankomme, die beiden finden einen Weg, und am Ende passt es einfach. Beim Hosting-Umzug war's genauso: sauber vorbereitet, kaum Ausfall, und die Performance merk ich bis heute – gerade im Backend geht's spürbar flotter. Für mich sind das keine Dienstleister, sondern zwei, auf die ich mich verlassen kann und mit denen ich gern zusammenarbeite.
Gerold Schmierer - GHS Shop / Wäscherutsche · über die Zusammenarbeit mit nuonic
Shopware-Migration

Komplexe Warenwege im alten Shop? Lass uns die Migration belastbar planen.

nuonic Digital GmbH & Co. KG · München & Hamburg